
@Kleine Synagoge (Erfurt)
In Festival-Editionen der vergangenen Jahre und in Projekten wie YAM Ensemble hat sich der Yiddish Summer Weimar auch immer wieder mit sephardischer Kultur beschäftigt. Einer der wichtigsten Orte sephardischer Kultur nach der Vertreibung der Juden aus Spanien im Jahre 1492 ist das anatolische Smyrna, heute Izmir - wo seit über 15 Jahren ein außergewöhnlicher Mensch für die Sanierung vieler Synagogen aber auch die Anerkennung sephardischer Kultur in der Türkei kämpft: Nesim Bencoya!
In seinem Vortrag in Erfurt stellt Nesim die große Migration spanischer Juden in das osmanische Reich vor. In Smyrna/Izmir ließen sich Jüdinnen und Juden im Hafenviertel nieder, gründeten eine starke Gemeinschaft und etablierten das Alte Jüdische Viertel.
Die jüdische Gemeinde der Stadt, die schon im Altertum existierte und die im 17. und 18. Jahrhundert einen unbestreitbar starken religiösen und kulturellen Einfluss auf die jüdische Welt ausübte, spielte eine wichtige Rolle in der Entwicklung der Stadt und schuf zahlreiche materielle und immaterielle Kulturgüter. Einige davon sind bis heute erhalten geblieben und bilden die Grundlage für das Viertel des jüdischen Kulturerbes in Smyrna/Izmir.
In diesem Vortrag werden wir den Hintergrund sowie die Ziele und Erfolge des Izmir Jewish Cultural Heritage Project betrachten, das seit 2010 institutionell umgesetzt wird.
Eintritt: 8,00 €anmelden >>>
Wir benutzen nur notwengige Cookies. Bitte lies auch unsere Datenschutzerklärung.
