Festival Woche
Yiddish Wo:men-Projekte
Drei neue Projekte werden im Sommer 2026 uraufgeführt und eröffnet, konzipiert durch unsere Gastkuratorin Dr. Diana Matut:
Rose Shoshana Kahan – A Yiddish Story of Shanghai
Musiktheater von Dr. Alan Bern (Komponist) und Dr. Diana Matut (Libretto) mit Leila Schütz (Sopran) in der Rolle der Rose Shoshana, Regie: Maximilian Löwenstein
Lebensfreude, grenzenlose Energie und eine gefeierte Karriere auf den jiddischen Bühnen der Welt. Ein liebevoller Ehemann, drei Kinder und Leben in vollen Zügen. All dies wurde zunichtegemacht, als der Krieg Rose Shoshana Kahan und ihre Familie zur Flucht zwang. Nur sie und ihr Mann erreichten den letzten Ort, der jüdischen Flüchtlingen noch offenstand: Shanghai.
Inspiriert von diesem außergewöhnlichen Werk führt uns Alan Berns einfühlsame und bewegende Musik in Rose Shoshanas Innenwelt: ihre Hoffnungen, Ängste, Erinnerungen, ihre Widerstandskraft und ihre Menschlichkeit.

Yiddish Women’s Song Cultures
Acht führende Künstlerinnen aus der Welt der jiddischen Musik kommen zusammen, um der Poesie jiddischsprachiger Frauen eine Stimme zu geben.
Im Auftrag des Yiddish Summer Weimar vertont dieses ambitionierte Projekt bemerkenswerte Texte. Musik des 21. Jahrhunderts, die ein reichhaltiges Spektrum an Klängen, Texturen und Stilen umfasst – vom lyrischen Lied bis zum Techno, von klezmer-inspirierten Traditionen bis zum zeitgenössischen Pop.
Hier finden die Worte jiddischer Lyrikerinnen durch die Kreativität und Kunstfertigkeit einer neuen Generation von Interpretinnen einen kraftvollen neuen Ausdruck.

Jiddische Frauen und die Geschichte des Buches:
Ein anderer Weg in die Moderne
In einer sinnlichen und kenntnisreichen Verbindung zwischen Wissenschaft, Kunst und Design präsentiert Yiddish Summer Weimar sein Online-Projekt zu Jiddischen Frauen und der Geschichte des Buches.
Vom Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert waren Frauen treibende Kraft des jiddischen Buchmarktes – als Kundinnen und Leserinnen, deren Geschmack Literatur prägte, als Mäzeninnen, die den Druck von Büchern finanzierten, als Frauen, für die Manuskripte kopiert wurden, als Druckerinnen mit eigenen Verlagen, als Setzerinnen und Korrekturleserinnen, Schreibkräfte und schließlich als Schriftstellerinnen.
Diese Ausstellung folgt den Spuren, die Frauen für uns hinterlassen haben.

Tagesprogramm
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