Josh "Socalled" Dolgin (CA; Akkordeon, Klavier, Rap, Komposition)
ist Pianist, Akkordeonist, Journalist, Fotograf, Puppenmacher, Rapper, Komponist, Zauberer, Lehrer und Produzent und lebt in Montreal, Québec.
Er hat weltweit auf Musikfestivals Vorträge gehalten und Meisterklassen geleitet – von Moskau bis Paris, von London bis Los Angeles und von Krakau bis San Francisco – und ist auf allen Kontinenten aufgetreten.
Mit rund acht Soloalben (sowie einem Album mit Jack Stratton von Vulfpeck und Michael Winograd unter dem Namen Yiddishe Pirat) und sechs von ihm produzierten Musical-Komödien hat er seit mehr als 25 Jahren weltweit solo und mit seiner Band Konzerte gegeben.
Seine Liste an Kollaborationen kennt keine Grenzen hinsichtlich Generation, sozialem, kulturellem oder religiösem Hintergrund: Chilly Gonzales, Itzhak Perlman, Lhasa de Sela, Fred Wesley, Andy Statman, Adam Cohen, Boban Markovic, The Mighty Sparrow, Roxanne Shante, Irving Fields, Killah Priest, Matisyahu, Theodore Bikel, Fanfare Ciocarlia, Enrico Macias und Derrick Carter, um nur einige zu nennen.
Dolgin war Gegenstand des Dokumentarfilms „The Socalled Movie“ aus dem Jahr 2010, produziert von Gary Beitel und dem National Film Board of Canada. Im Rahme von Kooperationsprojekten tourte er mit jiddischen Programmen gemeinsam mit Österreichs Lungau Big Band und Deutschlands Kaiser Quartett, komponiert Titelsongs (darunter den Remix von „As It Happens“, der jeden Abend landesweit auf CBC zu hören ist), führte Regie bei einem Independent-Erotikfilm und veröffentlichte diesen. Außerdem entwickelte er für den Yiddish Summer Weimar ein besonderes Programm auf Grundlage von Archiv-Aufnahmen jiddischsprachiger Kriegsgefangener aus Internierungslagern des Ersten Weltkriegs.
Unter anderem arbeitet er derzeit an der nächsten Socalled-Platte, an einem Musical mit der Folksbiene in New York sowie an einer Zusammenarbeit mit der Jiddisch-Sängerin Ethel Raim. Außerdem unterrichtet er als Dozent im Department of Jewish Studies an der McGill University über die Geschichte der osteuropäischen jiddischen Musik und das „Leben mit den Archiven“.
Dieses Jahr beim YSW:
Foto: Peter Hönnemann
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