Eli Benedict (IL/CA; jiddische Sprache, Tanz)
ist Forscher und Sammler jiddischer Kultur sowie darstellender Künstler, der sich mit traditioneller jüdischer Bewegungskunst und Gesang beschäftigt.
Aufgewachsen in einer chassidischen Gemeinschaft, in der Tanz und Nigun (wortlose Melodien) Formen gemeinschaftlichen Ausdrucks und innerer Erhebung waren, ist er Muttersprachler mehrerer jiddischer und hebräischer Dialekte sowie des Aramäischen. Es ist weiterhin Teil eines UCL-Teams, das chassidisches Jiddisch erforscht.
Eli ist Programmdirektor bei der League for Yiddish, wo er den jiddischen YouTube-Kanal produziert und moderiert, und gehört zur Leitung des YUNG YiDiSH Museums in Israel und Montreal. Er hat international in Gemeinden bis hin zu akademischen Institutionen Jiddisch unterrichtet – unter anderem beim Workmen’s Circle in New York, an der Universität Wien, beim der Swedish Jewish Federation sowie im Jewish Museum & Yiddish Library in Montreal.
Als Forscher und Performer im Bereich Klezmer, chassidischer Tanz und Nigun hat er international unterrichtet, Ensembles ausgebildet und ist auf unterschiedlichsten Bühnen aufgetreten. Seine Arbeit verbindet Wissenschaft und Bühne, Archiv und verkörperte Praxis.
Er schlägt ungewöhnliche Brücken zwischen Tanz und staubigen Büchern, zwischen chassidischer Leidenschaft und akademischer Präzision, zwischen Nigun und Fußnote. Für ihn ist Jiddisch keine Sprache der Vergangenheit, sondern eine Sprache der Zukunft, die in die Zeit zurückgereist ist – verwittert, schwebend wie eine poetische Prophezeiung zwischen Himmel und Ungewissheit. Sein Zugang zum Tanz ist keine rekonstruierte Folklore, sondern eine intensive körperliche Sprache, geboren in überfüllten Räumen und Hochzeits-Tanzkreisen, in denen der Rhythmus den Körper ergreift, Emotionen hochkochen und die Bewegung an ihre Grenze gelangt: intensiv, ausdrucksstark und vor allem: lebendig!
>> YouTube: League for Yiddish (Interviews auf Jiddisch)
>> YouTube: Verschiedene Playlists
(jiddische Filme, Theater, Klezmer & chassidische Musik, Nigunim, Gramen, und mehr)
Foto: Shendl Copitman
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