Projektpräsentation „Jiddischsprachige Frauen und die Geschichte des Buches“ und Yiddish Visual Arts

Künstlerische Live-Intervention geschaffen von und für die OMA von Ella Ponizovsky Bergelson

Sa, 01.08.26   16:00 @OMA Weimar | Eintritt frei

The Rylands Ashkenazi Haggadah (Hebrew MS 7)
Das Bild wurde bereitgestellt durch John Rylands Research Institute and Library, The University of Manchester

In einer außergewöhnlichen Zusammenarbeit von Wissenschaft, Kunst und Design präsentiert Yiddish Summer Weimar sein Online-Projekt „Jiddischsprachige Frauen und die Geschichte des Buches“.

Vom Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert waren Frauen eine treibende Kraft des jiddischen Buchmarkts – als Käuferinnen und Leserinnen, deren Geschmack die literarische Produktion prägte, als Mäzeninnen, die den Druck von Büchern ermöglichten, als Frauen, für die Handschriften angefertigt wurden, als Druckerinnen mit eigenen Verlagen, als Schriftsetzerinnen, Korrektorinnen und Schreibkräfte und schließlich als Autorinnen.

Diese Ausstellung folgt den Spuren, die uns Frauen hinterlassen haben: ihre Namen auf Titelseiten und in Widmungen, ihre eigenen Worte und die Worte anderer über sie. Jiddisch lesende Frauen hatten Zugang zur Weltliteratur – in jiddischer Übersetzung und Bearbeitung. So wird sichtbar, wie Frauen über die Jahrhunderte hinweg als Leserinnen miteinander verbunden waren und bis heute verbunden sind.

Der Designer und Kurator Eyal Davidovitch, die Visual Arts-Künstlerin Ella Ponizovsky Bergelson sowie die Kuratorinnen und Wissenschaftlerinnen Dr. Diana Matut und Alma Roggenbuck schaffen ein Zugangsportal, das Besucher*innen in die lange Geschichte eintauchen lässt, die jiddische Frauen mit dem Buch verbindet.

Am Samstag, dem 1. August, stellen wir Euch dieses Projekt vor und freuen uns auf einen inspirierenden Austausch mit Euch.

Im Rahmen unserer Präsentation schaffen wir eine Verbindung zwischen den jiddischen Frauen der Vergangenheit und Gegenwart durch Ella Bergelsons künstlerische Intervention. Sie wird auf die Wände der Other Music Academy schreiben und kalligraphieren und so visuelle Kunst schaffen, die uns als moderne jiddische Frauen, Männer und Menschen mit diesem Ort verbindet, aber auch mit jenen, die uns bei der Schaffung jiddischer Wörter und Buchstaben vorausgegangen sind.

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